
Kleidung ist die erste Verteidigungslinie gegen die Sonne. Die richtige Kleidung bietet einen zuverlässigeren Sonnenschutz als Sonnencreme, da viele Menschen Sonnencreme nicht richtig anwenden (1 Unze gleichmäßig auf alle exponierten Hautstellen täglich auftragen und alle zwei Stunden nachcremen, wenn man der Sonne ausgesetzt ist). Aber nicht alle Kleidungsstücke sind gleich.
Wie beeinflussen verschiedene Kleidungsstücke den Schutz? Wie können Sie sicher sein, dass ein Kleidungsstück die Sonnenstrahlen effektiv blockiert? Mit Blick auf den Sonnenschutz sind hier fünf Dinge, die Sie beim Kauf neuer Kleidung beachten sollten:
- Farbe: Die Farbe Ihrer Kleidung kann beeinflussen, wie gut sie Sie vor UV-Strahlen schützt. Dunkle oder kräftige Farben, darunter Rot, Schwarz und Marineblau, absorbieren mehr UV-Strahlen als hellere Farben wie Weiß und Pastelltöne. Zum Beispiel hat ein alltägliches weißes Baumwoll-T-Shirt nur einen UPF von etwa 5. Als Faustregel gilt: Je intensiver der Farbton, desto besser der Schutz der Kleidung.
- Material und Verarbeitung: Wie bei der Farbe können Material, Webart und Textur Ihrer Kleidung beeinflussen, wie gut sie vor UV-Strahlen schützt. Synthetische und halbsynthetische Fasern wie Polyester oder Rayon sind die beste Wahl für Sonnenschutz, ebenso wie dichte, schwere, eng gewebte Stoffe wie Wolle, Denim oder Cord. Am anderen Ende des Spektrums stehen natürliche und leichte Stoffe (denken Sie an gebleichte oder veredelte Baumwolle, Crêpe und Seide), die tendenziell dünner sind und mehr Licht durchlassen.
- UPF: Einige Kleidungsstücke sind speziell für Sonnenschutz hergestellt und verfügen über eine Bewertung des Ultraviolet Protection Factor (UPF). Diese Bewertung funktioniert für Kleidung ähnlich wie der SPF-Wert bei Sonnencreme – sie gibt Ihnen eine Vorstellung davon, wie gut ein Produkt Ihre Haut vor schädlichen UV-Strahlen schützt. Die Zahl zeigt an, welcher Bruchteil der UV-Strahlen der Sonne den Stoff durchdringen kann. Zum Beispiel lässt ein Hemd mit einem UPF von 50 nur 1/50 der UV-Strahlung auf die Haut durch.
- Größe: Es ist ziemlich offensichtlich, dass je mehr Haut Sie bedecken, desto besser sind Sie geschützt. Man vergisst leicht, dass das Gleiche für Hüte gilt! Der ideale Hut für Sonnenschutz hat eine breite Krempe (mindestens 7,5 cm). Sie sind eine großartige Ergänzung zur täglichen Verwendung von Sonnencreme, um Ihr Gesicht vor UV-Strahlen zu schützen, und helfen auch, leicht zu vergessende Stellen wie die Oberseiten der Ohren und die Kopfhaut zu schützen. Achten Sie auf einen dicht gewebten Hut wie einen Fedora, statt eines locker gewebten Strohhuts, der UV-Strahlen durchlässt.
- Passform: Es mag kontraintuitiv erscheinen, aber locker sitzende Kleidung bietet besseren Schutz als sehr eng anliegende! Wenn ein Kleidungsstück zu eng ist, kann das Dehnen oder Reißen der Fasern mehr UV-Strahlen durchlassen. Vergessen Sie nicht, auch die Passform Ihrer Sonnenbrille zu prüfen – eine Brille, die von der Nase rutscht, lässt Ihre Augen ungeschützt und anfällig für Sonnenschäden. Suchen Sie nach stabilen Sonnenbrillen mit breiten Gläsern, die die Augen, Augenlider und möglichst viel der umliegenden Bereiche abdecken.
Denken Sie daran, dass kein einzelner Sonnenschutz allein vollständig ist; Die Skin Cancer Foundation empfiehlt, Kleidung, Sonnencreme, Hüte, Sonnenbrillen und Schatten zusammen für umfassenden Sonnenschutz zu verwenden.
Quelle: ALI VENOSA, Skin Cancer Foundation, 11. August 2017.

